Da mir ja niemand Auskunft darüber geben wollte, wie man Sex nach einer Hüft-OP schmerz- und verletzungsfrei praktiziert, hab ich mich nun schweren Herzens geopfert (zum Glück wird der Browser nicht rot, bei DER Lüge!) und das selbst getestet …
…und für sehr gut befunden!!!

Kurzer Bericht, für alle Mitleidenden (und für die Spanner anderen Mitleser):
Macht es wie die Tiere. Da tut nix weh.
Und ich hoffe, dass es das morgen auch nicht tut, denn meisten büsse ich irgendwelche Eskapaden einen Tag später…

Und da es ja immer welche gibt, die nach Bildern schreien: bitteschön!

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Wenn man tierisch Lust auf Eis hat und eh noch Laufen muss, dann schnürt man sein Säcklein, schnappt die Krücke und marschiert los in Richtung L*dl…
Den Gatten lässt man hinterher fahren, nachdem man 10 min Vorsprung bekommen hat. das Eis soll ja auch gefroren daheim ankommen.
Ich bin etwa 1,3 km gelatscht und es ging endlich mal wieder gut! Die letzten paar Tage hatte ich starke Muskelschmerzen und bin froh, dass sich der Schmerzteufel, wenn auch wahrscheinlich bloss temporär, mal zurückgehalten hat!
Und nun wird das Eis gnadenlos angegriffen! *lechz*

Angucken auf eigene Gefahr! Kann Übelkeit verursachen!

Wen es interessiert, was in einer Hüfte während der OP passiert (reimt sich!), wenn man ein neues Hüftgelenk bekommt, der kann sich hier eine Animation angucken.
(Schade, dass ich die Animation nicht speichern kann!)
Passenderweise ist es auch die linke Hüfte. Und die davonschwebende Kugel hab ich on the Rocks.

Was mir noch auffällt:
- Eigentlich wird zuerst der Hüftkopf abgesägt, bevor die Pfanne reinkommt. Dann hat man auch mehr Platz zum Agieren.
- Meine Narbe ist nicht so lang und weiter unten
- Ich hatte 3 Drainagen, aber nicht aus der Narbe kommend, sondern nach unten versetzt
- Mein Röntgenbild sieht besser aus.

Aber für Neugierige ist die Animation wirklich informativ!

Gestern hatte ich eine frustrierende Physiotherapie, denn ich kann einfach noch nicht gut laufen. Ich wackel stark und trau mich nicht, das operierte Bein richtig zu belasten.
Die Therapeutin meinte, ich soll wieder mit 2 Krücken laufen. Rückschritt statt Fortschritt!

Dann hat mich ein bissle schockiert: der Brief der Krankenkasse, in dem der MDK eine stufenweise Wiedereingliederung beschliesst. Auf dem Formular sollte ich ankreuzen, dass ich damit einverstanden bin.
??? Mit dem MDK hatte ich keinen Kontakt. Woher wissen die, wies mir geht??? 
Der Brief kam am 14.4. an und ich beschloss, ihn mit meiner Ärztin zu besprechen, was ich heute tat. In der Praxis war ich dann den Tränen nah, irgendwie is mir das alles noch zu viel.

Meine gesammelten Argumente gegen eine zeitnahe Wiedereingliederung waren folgende:

  • Mein schlechtes Gehen, weiterhin Krückenpflichtig
  • Nicht Autofahren dürfen
  • Physiotherapietermine bis Mitte Mai geplant
  • Kontrolle im Krankenhaus Anfang Mai

Die musste ich gar nicht alle anbringen. Meine Ärztin sah den Brief, meinte “So ein Quatsch!”, kreuzte überall “Nein” an und machte ihren Stempel drunter.
Damit ich was hab, wurde noch ein Bildle gemacht, welches ich dann auch ins Krankenhaus mitnehmen soll.
Dieses hier:

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Sie war fast begeistert davon, wie gut das Gelenk sitzt und aussieht. Die Frau ist klasse!
Und meine Probleme liegen nur an den Muskeln, die halt nach 10 Jahren Schonung und Schmerzen ihren Dienst noch nicht gewohnt sind.
Fazit: weiterhin brav Muskelaufbau, Anfang Mai nach Bad Mergentheim fahren und nen lieben Gruss ausrichten.
In Bad Mergentheim werd ich dann diese lebenswichtigen Fragen klären:

  • Wann darf ich wieder Autofahren und was muss ich dabei beachten?
  • Was passiert mit meinen ungleich langen Beinen, die mich zum Schwanken veranlassen?
  • Wie gehts generell weiter?

Einen halben Socken gestrickt…Wolle nicht gefallen…..wieder aufgezogen…Physiotherapie absolviert…Hüftschmerzen bekämpft, erst abends erfolgreich…Spaziergängle gemacht…Ostergeschenk nachträglich für die Freundin meines Bruders angefertigt…bissle aufgeräumt…andere Wolle und neues Muster angestrickt…Schweinis gefüttert…Wasser aus der Regentonne in Giesskannen gefüllt…rumgesurft…

Ich hab irgendwie zu viel Zeit.

Haben wir heute die Orthopädin besucht. Auszahlschein für Krankenkasse bekommen. Lang und breit über den fehlenden Fenstergriff und die daraus resultierende Unfähigkeit, das selbe zu öffnen, was bei Hitze und müffelnden Patienten mit Erschwerniszulage bedacht werden müsste undsoweiterundsofort. 

Um das plötzliche Ableben der Meerschweinis wegen akuten Verhungerns zu verhindern, gedachten wir, noch “kurz” beim Kauf*and rein zu hüpfen und Heu zu erwerben.
Allerdings gedachten das mindestens 475839302 andere Menschen auch.
Es ist nicht wirklich ein Genuss, den Wagen in die Fersen gerammt zu bekommen, nicht an Regale zu gelangen oder ewig an der Kasse an zu stehn.

Ja, werden denn ab morgen die Einkaufsläden für immer geschlossen ???

Wenns wenigstens sexy wär…aber der hautfarbene Kompressionsstrumpf, den ich für mein operiertes Bein aufgrund Lymphstaus bekommen habe lockt niemanden hinterm Ofen vor. Ein Bild erspar ich euch.

Immerhin ist er halterlos…

…dass man wetterfühlig sein kann. Gehört hab ich das schon oft…wenns Wetter sich ändert hat man Schmerzen, vor allem im Umfeld von Operationsnarben. Ja. Klar.

Leider bild ich mir aber nicht ein, dass ich heute Schmerzen habe. Und dass sich das Wetter sehr geändert hat. Und das der Gang zum Markt keine Erholung war.

Schön. Wieder eine Eigenschaft, die ich nicht bestellt hab und auch nicht brauch.

Achja: heute vor 2 Monaten wurde ich operiert. Damit ichs nicht vergess.

Unser Bad und die Schlafzimmer befinden sich in unserem Haus ja im oberen Stockwerk. Dazu muss man 13 Stufen erklimmen: 1x 4 und 1x 9.

An diesen Stufen befindet sich ein Geländer Handlauf, welches ich nutze, um sicher auf die Schüssel zu gelangen.

Es begab sich also heute, zur Mittagszeit, dass ich, fertiggeduscht, diverse Kleinigkeiten in Händen, die Stufen hinunter Richtung Küche absolvierte.

OHNE MICH FEST ZU HALTEN !!!!!

Diese Tatsache bemerkend, blieb ich unten ungläubig stehen und dachte: vielleicht geht das auch wieder rauf…natürlich musste ich dieser Frage umgehend nachgehen. Und siehe da: AUCH DAS GEHT OHNE FESTHALTEN !!! Erstaunlich, zu was der Mensch, in dem Fall ich, fast genau auf den Tag 2 Monate nach der Hüftprothesenimplantation, fähig ist!

Ich hab Schmerzen. In der und um die Hüfte. Das beunruhigt mich. Bewegen kann ich noch alles wie gewohnt, aber seit vorher tuts verstärkt weh! Schmerzmittel nehm ich schon einige Zeit nicht mehr. Will ich auch nicht. Es bleibt die Angst: lockert sich was? Ist der Hüftkopf noch ganz? Wird das wieder weggehn? Hat das operative Konsequenzen? Da schiessen einem detailliert die Horror-Stories einiger Reha-Mitpatienten durch den Kopf…Hüftpfanne locker…Hüftkopf geplatzt…ausgekugelt…Knochen gebrochen…mir ist schlecht. In solchen Momenten frag ich mich, ob die OP wirklich sinnvoll war.